Presse Mitteilung Gaza Freedom March, 30.12.09 vormittags
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Ziyaad Lunat, Egypt +20 191181340
Ehab Lotayef, Egypt +20 17 638 2628 (Arabic)
Die Mitglieder des Gaza Freedom March weisen das ägyptische Angebot zurück, nur 100 Personen nach Gaza einreisen zu lassen
Nach drei Tagen und Nächten des Demonstrierens im Zentrum von Kairo wurde das Angebot von Suzanne Mubarak, lediglich 100 von 1300 Delegierten nach Gaza einreisen zu lassen, vom Gaza Freedom March Koordinationskomitee, sowie von vielen der größeren Delegationen, darunter jene aus Frankreich, Schottland, Kanada, Südafrika, Schweden und dem Staat New York abgelehnt.
"Wir lehnen Ägyptens Angebot einer symbolischen Geste grundsätzlich ab. Wir lehnen die Schönfärberei der Belagerung Gazas ab. Unsere Gruppe wird weiter daran arbeiten, dass alle 1362 Teilnehmer nach Gaza gelangen. Dies soll auch als ein Schritt in Richtung der kompletten Aufhebung der Belagerung und der Befreiung Palästinas verstanden werden." sagte Ziyaad Lunat, ein Mitglied des Gaza Freedom March Koordinierungskomitees.Der Gaza Freedom March wurde organisiert, um die Aufmerksamkeit auf den nun ein Jahr zurückliegenden 22-tägigen iraelischen Überfall zu lenken, bei dem 1400 Palästinenser getötet und mehr als 5000 verletzt wurden. Obwohl die Invasion, rein technisch gesehen beendet ist, verschlimmerten sich die Auswirkungen vor Ort in den letzten 12 Monaten. Zum Wiederaufbau wurde keinerlei Material nach Gaza hineingelassen und mittlerweile sind mehr als 80% der Bewohner von Gaza von Lebensmittelversorgungen abhängig.
Die Mitglieder des Gaza Freedom March hatten geplant, am 27. Dezember über den ägyptischen Grenzübergang bei Rafah nach Gaza einzureisen, um dann gemeinsam mit vermutlich 50'000 palästinänsischen Bewohnern des Gazastreifens zum israelischen Grenzübergang Erez zu marschieren, um am dortigen Übergang friedlich ein Ende der Belagerung zu fordern. Allerdings hatte die Regierung des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak erst wenige Tage bevor die vielen Delegierten in Kairo einzutreffen begannen erklärt, dass der Marsch nicht gestattet würde. Als Grund führte sie andauernde Spannungen an der Grenze an. Als die Marschierenden gegen die Entscheidung demonstrierten, ging die Regierung hart gegen die Demonstranten vor, indem sie häufig schwer bewaffnete Polizeieinheiten aufmarschieren ließ, um die gewaltlos Demonstrierenden einzukreisen und einzuschüchtern. Die ägyptische Entscheidung, 100 Menschen die Einreise nach Gaza zu erlauben zeigt, dass das für das Einreiseverbot benutzte "Sicherheits"- Argument vorgeschoben ist.





